München plant legales Gehwegparken – unter strengen Auflagen für Fußgänger
München plant legales Gehwegparken – unter strengen Auflagen für Fußgänger
Münchens langjähriger Streit um Gehwegparken könnte bald entschärft werden. Bürgermeister Dieter Reiter hat Pläne angekündigt, das Parken auf ausgewählten Straßen zu legalisieren – vorausgesetzt, es bleibt mindestens 1,6 Meter Platz für Fußgänger. Der Vorstoß folgt auf monatelange Frustration von Autofahrern, die unter der aktuellen verschärften Kontrolle mit Bußgeldern und Strafen zu kämpfen haben.
Das Thema spaltet die Stadt seit Monaten. Rund 550 Straßen sind derzeit vom Parkverbot betroffen, wobei Autofahrer mit 55 Euro Bußgeld und in einigen Fällen sogar mit Punkten in Flensburg rechnen müssen. Die strenge Durchsetzung hat zu weitverbreiteter Verunsicherung und Beschwerden unter Anwohnern geführt.
Bürgermeister Reiter will das Problem nun mit einem neuen Modell lösen, inspiriert von den Schanigärten (Außenbereichen von Cafés). Sein Plan sieht vor, dass Parken nur dort erlaubt wird, wo eine 1,6 Meter breite Durchgangsfläche für Fußgänger garantiert ist. Die SPD-Fraktion wird den Antrag offiziell in den Stadtrat einbringen, um die Zustimmung zu erhalten.
Falls der Beschluss durchgeht, könnten die Änderungen bereits ab Januar in Kraft treten. Die ersten Stadtteile, in denen das Parken auf Gehwegen legalisiert wird, wären Moosach und Laim. Reiter hat eine zügige Umsetzung versprochen – in geeigneten Straßen sollen umgehend Schilder aufgestellt werden.
Der Vorschlag des Bürgermeisters stößt bereits auf breite politische Unterstützung. Die CSU/Freie Wähler- und FDP-Fraktionen haben ihre Zustimmung signalisiert, und auch der CSU-Oberbürgermeisterkandidat Clemens Baumgärtner setzt sich für eine teilweise Freigabe des Gehwegparkens in vielen Straßen ein. Reiter zeigt sich zuversichtlich, dass der Plan reibungslos vorankommen wird.
Die neuen Regeln würden einen Kurswechsel gegenüber der bisherigen harten Linie bedeuten. Autofahrer in den freigegebenen Straßen könnten dann ohne Angst vor Strafen parken – sofern der Fußgängerbereich erhalten bleibt. Die endgültige Entscheidung des Stadtrats wird zeigen, ob die Änderungen wie geplant im neuen Jahr umgesetzt werden.
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