Mitteldeutschland-Anbindung: Baubeginn verschiebt sich auf 2028 – Elektrifizierung erst 2032
Anton HofmannMitteldeutschland-Anbindung: Baubeginn verschiebt sich auf 2028 – Elektrifizierung erst 2032
Bau der Mitteldeutschland-Anbindung erneut verschoben
Die Pläne für die Bahnverbindung durch Mitteldeutschland erleiden eine weitere Verzögerung. Ursprünglich sollte der Baubeginn bereits in diesem Jahr erfolgen, nun wurde er auf 2028 verschoben. Das Projekt, das die Anbindung zwischen Sachsen und Westdeutschland verbessern soll, kämpft weiterhin mit Finanzierungsproblemen.
Das Bundesverkehrsministerium bestätigte, dass derzeit keine Haushaltsmittel für das Vorhaben bereitstehen. Dadurch musste die Aufnahme der ersten Bauarbeiten verschoben werden – die vollständige Elektrifizierung der Strecke wird nun frühestens 2032 erwartet. Nach Fertigstellung soll die Verbindung schnellere Fernverkehrsdienste von Chemnitz und Dresden über Erfurt in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet ermöglichen.
Die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag fordert dringendes Handeln. Die Mitteldeutschland-Verbindung zähle zu den wichtigsten Bahnstrecken des Landes, betont die Gruppe. Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, unterstrich die Notwendigkeit, den Abschnitt Weimar–Jena–Gera–Gößnitz zeitnah zu elektrifizieren. Zudem sind teilweise zweigleisige Ausbauten vorgesehen.
Die Finanzierung bleibt jedoch das größte Hindernis. Für verschiedene Bahnprojekte bis 2029 fehlen noch rund 2 Milliarden Euro, darunter 544 Millionen Euro allein für die Strecke Weimar–Gera–Gößnitz. Die BSW drängt nun auf höhere Bundesinvestitionen, um das Projekt zu beschleunigen.
Mit dem verschobenen Baubeginn 2028 und der erst für 2032 geplanten Elektrifizierung steckt die Mitteldeutschland-Verbindung weiterhin in der Warteschleife. Der Mangel an Mitteln blockiert den Fortschritt einer Strecke, die die Reisezeiten in der Region deutlich verkürzen soll. Lokale Verantwortliche fordern nun eine Lösung, um die notwendigen Finanzmittel zu sichern.






