24 May 2026, 20:16

Martin Hagen wird neuer FDP-Generalsekretär – ein strategischer Neuanfang für die Liberalen

Neuer FDP-Generalsekretär Martin Hagen: Der Mann neben Kubicki

Martin Hagen wird neuer FDP-Generalsekretär – ein strategischer Neuanfang für die Liberalen

Martin Hagen wird neuer Generalsekretär der Freien Demokratischen Partei (FDP). Die Bekanntgabe erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Wolfgang Kubicki sich auf die Übernahme des Bundesvorsitzes bei dem für Ende dieses Monats geplanten Parteitag vorbereitet. Hagen, langjähriges FDP-Mitglied, hat sich in Bayern durch mutige politische Positionen und strategische Führung einen Namen gemacht.

Geboren 1981 in La Spezia, Italien, als Kind deutscher Eltern, wuchs Hagen im oberbayerischen Landkreis Rosenheim auf. Nach einem Studium der Politikwissenschaft und Psychologie in München trat er 1998 den Jungen Liberalen bei. Mit nur 28 Jahren wurde er auf Vorschlag von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Geschäftsführer des FDP-Landesverbands Bayern.

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Während der Coronavirus-Pandemie erregte Hagen größere Aufmerksamkeit, als er die Politik des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder kritisierte. Durch seine öffentliche Unterstützung für andere, die für ähnliche Ansichten in die Kritik gerieten, steigerte er seinen Bekanntheitsgrad weiter. 2018 führte er die FDP als Spitzenkandidat zurück in den bayerischen Landtag und leitete anschließend fünf Jahre lang die Landtagsfraktion.

In diesem Jahr gründete er gemeinsam mit der ehemaligen Ministerin Kristina Schröder und dem Historiker Andreas Rödder das Thinktank Republik 21. Hagen vertritt die Auffassung, dass die FDP eine selbstbewusstere Haltung einnehmen müsse – nicht etwa in die politische Mitte rücken –, um wieder an Stärke zu gewinnen. Mit dem Rückzug von Henning Höne gilt Kubickis Wahl zum Parteivorsitzenden nun als so gut wie sicher, was den Weg für Hagens Ernennung zum Generalsekretär ebnet.

In seiner neuen Rolle wird sich seine Überzeugung von einer „lebendigen Debattenkultur“ bewähren müssen – besonders, da Kubicki innerhalb der Partei mit Kritik konfrontiert ist. Hagens Berufung markiert eine Wende hin zu einem konfrontativeren Kurs der FDP. Seine Erfahrungen in der bayerischen Landespolitik und seine Bereitschaft, etablierte Positionen infrage zu stellen, werden die Ausrichtung der Partei unter Kubickis Führung prägen. Der anstehende Parteitag am 30. und 31. Mai wird beide Personalentscheidungen offiziell bestätigen.

Quelle