Machtkampf bei Karwendelbahn AG: Vorstandschef und Bürgermeister liefern sich erbitterten Streit um Führung
Machtkampf bei Karwendelbahn AG: Vorstandschef und Bürgermeister liefern sich erbitterten Streit um Führung
Ein erbitterter Machtkampf um die Führung der Karwendelbahn AG ist entbrannt – ein Unternehmen, das tief gespalten ist zwischen seinem Mehrheitsaktionär und dem örtlichen Stadtrat. Vorstandschef Wolfgang Wilhelm Reich hat Bürgermeister Enrico Corongiu und andere Kommunalpolitiker öffentlich scharf angegriffen und ihnen Fehlverhalten vorgeworfen. Der Konflikt dreht sich um die Frage, wer das Unternehmen leiten soll, doch eine Lösung ist bis März 2026 nicht in Sicht.
Seit der letzten Hauptversammlung gab es keine offiziellen Updates, und weder schnelle Gerichte noch Aufsichtsbehörden haben bisher eingreifen müssen, um die Führungssituation zu klären.
Der Streit eskalierte, nachdem Bürgermeister Corongiu Reichs Legitimität als Vorstandschef infrage stellte – mit der Begründung, es gebe keinen funktionsfähigen Aufsichtsrat. Corongiu wandte sich sogar an Klemens Reindl, einen Juristen und ehemaligen Stadtrat, der Reich möglicherweise ersetzen sollte. Reindl, inzwischen Kandidat der Freien Wähler für den Kreistag, ist inzwischen zu einer zentralen Figur in der Auseinandersetzung geworden.
Reich konterte mit einer scharfen Pressemitteilung, in der er Corongiu, Georg Seitz, Matthias Pöll und Sascha Borowski vorwarf, sich am Landgericht München unangemessen verhalten zu haben. Zudem warf er Reindl organisierte Vetternwirtschaft vor. Frühere Versuche, über die Gerichte eine interimistische Führungsebene einzusetzen, stießen auf Widerstand – Reich wertete dies als Affront.
Trotz der zunehmenden Spannungen wurden bisher weder rechtliche noch administrative Schritte eingeleitet, um die Pattsituation zu lösen. Das Unternehmen steckt weiterhin in einer Blockade zwischen Mehrheitsaktionär und Stadtrat fest, ohne dass sich ein Durchbruch abzeichnet.
Die Führungskrise bei der Karwendelbahn AG dauert an, ohne dass schnelle Gerichte oder Aufsichtsorgane eingreifen. Reichs Vorwürfe und Corongius Bemühungen, ihn zu ersetzen, haben die Gräben nur vertieft. Bislang bleibt die Unternehmensführung ungekklärt – die Geschäfte schweben in der Ungewissheit.
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