Landshuts neuer Feldmesser hält 500-jährige Tradition lebendig
Landshut begrüßt seinen achten vereidigten Feldmesser – Helmut Hauner übernimmt Amt mit historischer Tradition
Landshut hat mit Helmut Hauner seinen achten vereidigten Feldmesser in ein Amt mit tiefen historischen Wurzeln berufen. Die Position blickt auf eine über 500-jährige Geschichte zurück und ist bis heute ein unverzichtbarer Bestandteil der kommunalen Verwaltung. Die Beamten unterliegen strengen Vorschriften und leisten wesentliche Vermessungsarbeiten in der gesamten Stadt.
Die Tradition der vereidigten Feldmesser in Bayern reicht Jahrhundert zurück und wird durch das Grenzfeststellungsgesetz geregelt. Zu ihren Aufgaben gehört die Unterstützung bei Katastervermessungen, oft in Zusammenarbeit mit dem Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. Vertraulichkeit und Präzision prägen ihre Arbeit – und sorgen so für exakte Grundstücksunterlagen in der Region.
Hauners Ernennung markiert einen Meilenstein: Er ist der erste ehrenamtliche Vermessungsbeamte Landshuts. Bis zu seinem Amtsantritt gab es in der Stadt keine freiwilligen Kräfte in dieser Funktion. Heribert Dettenkofer, Vorsitzender der Feldmesser, begrüßte Hauner offiziell während einer Februar-Sitzung im Rathaus II, geleitet von Simon Neudecker.
Alleiner im Jahr 2024 führte das Team 73 Vermessungstermine in Landshut durch. Die Arbeiten stehen unter der Aufsicht des Amts für Geoinformation und Vermessung, das zur Bauverwaltung der Stadt gehört. Obwohl ehrenamtlich, erfordert die Tätigkeit Fachwissen und ein lebenslanges Engagement für den öffentlichen Dienst.
Hauner schließt sich nun einer kleinen, aber entscheidenden Gruppe an, die für die Erhaltung von Grundstücksgrenzen und Liegenschaftsdaten zuständig ist. Die Bilanz des Teams für 2024 unterstreicht die anhaltende Nachfrage nach präzisen Vermessungsleistungen in Landshut. Ihre Arbeit bleibt sowohl für die lokale Verwaltung als auch für das traditionelle Rechtssystem Bayerns von grundlegender Bedeutung.