Länder fordern nationales Materiallager gegen Sabotage an Stromnetzen
Anton HofmannLänder fordern nationales Materiallager gegen Sabotage an Stromnetzen
Innenminister der Länder schlagen nationales Lager für Bau- und Reparaturmaterial vor
Die Innenminister der Bundesländer planen die Einrichtung eines Nationalen Reservebestands für Bau- und Instandsetzungsmaterial, um kritische Infrastruktur – insbesondere Stromnetze – besser vor der wachsenden Bedrohung durch Angriffe zu schützen. Anlass ist ein schwerer Sabotageakt in Berlin zu Beginn dieses Jahres.
Im Januar hatten Unbekannte die Stromversorgung der Hauptstadt attackiert, wodurch zehntausende Haushalte tagelang ohne Elektrizität auskommen mussten. Der Vorfall zeigte, wie verwundbar lebenswichtige Systeme sind. Nun fordern die Minister ein zentrales Lager mit essenziellen Komponenten wie Hochspannungstransformatoren, Schaltanlagen und Spezialkabeln.
Die Reserve soll im Krisenfall schnelle Reparaturen ermöglichen und Lieferkettenrisiken verringern. Gleichzeitig drängen die Länder die Bundesregierung, Gesetze zu erlassen, die in Notfällen beschleunigte Genehmigungen für Schwer- und Großraumtransporte vorsehen.
Ziel des Vorhabens ist es, Deutschlands Widerstandsfähigkeit gegen Infrastrukturangriffe zu stärken. Durch den raschen Zugang zu kritischen Materialien und vereinfachte Transportwege in Ausnahmesituationen sollen Ausfälle bei der Stromversorgung und anderen lebenswichtigen Diensten so gering wie möglich gehalten werden.






