KSIs altes Video löst Empörung über Gewalt-Witze gegen Schwangere aus
Moritz AlbrechtKSIs altes Video löst Empörung über Gewalt-Witze gegen Schwangere aus
Ein im Jahr 2017 aufgetauchtes Video des YouTubers KSI hat für Empörung gesorgt, nachdem der Juror der Castingshow Britain’s Got Talent in dem Clip Witze über Gewalt gegen schwangere Frauen gemacht hatte. Die inzwischen von YouTube gelöschte Aufnahme zeigt den Influencer, wie er während eines Gesprächs mit seiner Mutter gewalttätige Äußerungen tätigt. Kritiker, darunter eine führende Hilfsorganisation für Opfer häuslicher Gewalt, verurteilen die Aussagen als inakzeptabel.
Der Skandal begann, als ein sechs Jahre altes Video erneut im Netz auftauchte. Darin erinnert KSIs Mutter ihn daran, Kondome zu benutzen. Seine Reaktion: Er würde „dem Baby einen Schlag verpassen“, falls eine Frau mit seinem Kind schwanger würde.
Die Organisation Women’s Aid, die Opfer häuslicher Gewalt unterstützt, kritisierte die Bemerkung scharf. Solche „Witze“ verharmlosten reale Gewalt und förderten eine schädliche Kultur, argumentierte die Hilfsorganisation. Gewalt gegen Frauen dürfe niemals als Lachnummer behandelt werden.
Ein Vertrauter KSIs räumte ein, das Video sei ein Fehler gewesen. Man gebe zu, dass seine Wortwahl falsch gewesen sei, und bedauere den Vorfall. Es ist nicht das erste Mal, dass der YouTuber in die Kritik gerät: Im vergangenen Jahr legte er eine Pause in den sozialen Medien ein, nachdem er in einem Parodie-Video eine rassistische Beleidigung verwendet hatte.
Das Video hat die Debatte über die Verantwortung von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens neu entfacht. KSI, der mittlerweile als Juror in einer großen TV-Talentshow tätig ist, hat sich bisher nicht öffentlich geäußert. Die erneute Verbreitung des Clips wirft einmal mehr Fragen über die Auswirkungen von anstößigem Humor im Netz auf.






