Kritik an Bahnstrecken: Warum ein Niedersachse die Ammerseebahn in Bayern reformieren will
Kritik an Bahnstrecken: Warum ein Niedersachse die Ammerseebahn in Bayern reformieren will
Ein Kommunalpolitiker aus Niedersachsen hat eine Debatte über den Bahnverkehr in Bayern ausgelöst. Michael Kalis, ein häufiger Bahnreisender, übt Kritik an der Ammerseebahn, fordert gleichzeitig aber auch Verbesserungen für die problembehaftete Heidebahn in seiner eigenen Region. Seine Äußerungen lenken den Blick auf Lücken im deutschen Regionalverkehrsnetz.
Die Ammerseebahn, bekannt für ihre malerische Strecke entlang des Ammersees, steht plötzlich im Mittelpunkt einer unerwarteten Diskussion.
Kalis, Abgeordneter aus Wietzendorf, hat sich wiederholt über den desolaten Zustand der Heidebahn in seiner Heimatregion beklagt. Die Strecke – insbesondere der RB-37-Zug – bezeichnete er als "absolute Katastrophe" und "das Schlimmste vom Schlimmsten" in Deutschland. Seit dem 14. Juni 2023 wird die Verbindung komplett durch Busse ersetzt, sodass Fahrgäste ohne direkte Zuganbindung auskommen müssen.
Gleichzeitig äußerte Kalis in Bayern Bedenken zur Ammerseebahn (RB 27), die von der Bayerischen Regiobahn betrieben wird. Trotz ihres Rufs als eine der schönsten Strecken mit Blick auf die Alpen und den Ammersee wies er auf praktische Mängel hin. Ein zentrales Problem ist das Fehlen eines Halts in Holzhausen in der Nähe der Bayerischen Verwaltungsschule. Besucher müssen derzeit ein 10-Euro-Taxi von der Station Utting nehmen, um ihr Ziel zu erreichen.
Um Abhilfe zu schaffen, entwarf Kalis eine Petition für einen neuen Haltepunkt in Holzhausen. Sein Vorschlag zielt darauf ab, die Erreichbarkeit für Studierende, Beamte und Touristen in der Region zu verbessern.
Der Fahrgastverband Pro Bahn hatte die Ammerseebahn bisher für ihre landschaftlichen Qualitäten gelobt. Doch Kalis’ Intervention deutet darauf hin, dass selbst gut bewertete Strecken Anpassungen benötigen, um den lokalen Bedürfnissen besser gerecht zu werden.
Die von Kalis angestoßene Debatte setzt die Regionalverkehrsplaner unter Druck. Sollte seine Petition erfolgreich sein, könnte Holzhausen einen neuen Bahnhalt erhalten, was die Anreise für Besucher der Bayerischen Verwaltungsschule erleichtern würde. Die Heidebahn bleibt unterdessen weiterhin eingestellt – ein Wiederinbetriebnahme-Termin steht noch nicht fest. Kalis’ Kritik unterstreicht zudem die übergeordnete Herausforderung, landschaftliche Attraktivität und praktische Erreichbarkeit im deutschen Schienennetz in Einklang zu bringen.
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