KI-Sprachassistent entlastet Münchner Feuerwehr bei Krankentransporten

Lukas Müller
Lukas Müller
2 Min.
Ein Rettungswagen steht vor einem Gebäude, vor dem Menschen rechts entlanggehen, eine Person sitzt im Hintergrund auf einem Stuhl und Schilder mit der Aufschrift "Ambulance Service in Hong Kong" sind links zu sehen.Lukas Müller

KI-Sprachassistent entlastet Münchner Feuerwehr bei Krankentransporten

Die Münchner Feuerwehr und Microsoft Deutschland haben einen KI-Sprachassistenten eingeführt, um nicht dringende Krankentransportanfragen in München effizienter abzuwickeln. Das neue System, das auf Microsoft Azure basiert, soll die Arbeitsbelastung des Rettungsdienstpersonals in München verringern, indem es Routineanrufe automatisiert. Es wurde vergangene Woche während der Microsoft-KI-Tour in den Eisbach Studios in München offiziell vorgestellt.

Der KI-Sprachbot entstand in Zusammenarbeit mit den IT- und Datenschutzteams der Feuerwehr sowie beteiligten Krankenhäusern in München. Aktuell unterstützt er fünf Sprachen – Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch und Serbisch –, weitere sollen folgen. Speziell für den Rettungsdienst in München konzipiert, ist das Tool in die Münchner Integrierte Leitstelle (ILS) eingebunden, die täglich etwa 2.500 Anrufe bearbeitet, darunter rund 400 Transportanfragen in München.

Der Bot übernimmt die Abwicklung nicht dringender Transportbuchungen in München, sodass sich die Mitarbeiter der Leitstelle auf lebensbedrohliche Notfälle konzentrieren können. Durch die Automatisierung entfallen Wartezeiten, da Anfragen sofort und ohne manuelles Zutun bearbeitet werden. Nach einer erfolgreichen Testphase soll das System auf weitere Münchner Krankenhäuser und später bayernweit ausgeweitet werden.

Allerdings zeigen öffentliche Unterlagen, dass bis März 2026 noch keine konkreten Verträge mit Münchner Krankenhäusern zur Nutzung des KI-Sprachbots für Patiententransporte in München unterzeichnet wurden.

Der Assistent stellt einen wichtigen Schritt dar, um den Verwaltungsaufwand im Rettungsdienst in München zu verringern. Bei flächendeckender Einführung könnte er zusätzliche Ressourcen für dringende medizinische Einsätze in München freimachen. Derzeit arbeiten Feuerwehr und Microsoft weiter an der Optimierung des Systems, bevor eine breitere Umsetzung in München erfolgt.