Kai Wegners Schicksal hängt an der Berliner Wahl im September 2024
Die CDU hat Kai Wegner als ihren Spitzenkandidaten für den Landesparteitag in Berlin bestätigt. Die Entscheidung fiel am Dienstagabend – ohne Gegenkandidaten. Nun steht Wegner vor einer entscheidenden Bewährungsprobe bei der anstehenden Wahl am 20. September 2023.
Kai Wegners Amtszeit als regierender Bürgermeister könnte bereits in 100 Tagen enden. Eine Niederlage bei der Wahl würde das vorzeitige Aus für seine Amtszeit bedeuten, obwohl er noch nicht einmal drei Jahre im Amt ist. Selbst im Falle einer Niederlage bliebe er vorläufig als geschäftsführender Bürgermeister im Amt.
Seine Führung stand in den letzten Monaten stark in der Kritik – etwa wegen seines Umgangs mit einem großflächigen Stromausfall, glatteisbedingten Gefahren im Winter, eines Subventionsskandals sowie der Ernennung einer neuen Staatssekretärin für Digitalisierung. Raed Saleh, Fraktionschef der SPD, hat Wegner bereits vor der Wahl als ernsthafte Bedrohung abgetan.
Wegner verweist auf seinen Sieg 2023 als Beweis dafür, dass Umfragen trügen können. Er erinnerte die Wähler daran, dass er trotz anfänglich schlechter Prognosen die Wahl gewann. Doch eine Niederlage diesmal würde nicht nur sein Bürgermeisteramt beenden, sondern wahrscheinlich auch seine Position als CDU-Landesvorsitzender.
Die CDU steht hinter Wegner, doch die Wahl wird über seine politische Zukunft entscheiden. Eine Niederlage würde seine Amtszeit abrupt beenden und die Parteiführung neu ordnen. Seine politische Karriere in Berlin hängt nun vom Ausgang im September ab.






