Hunderte protestieren gegen rechtsextreme Verbindungen einer Kampfsport-Halle in Halle
Moritz AlbrechtHunderte protestieren gegen rechtsextreme Verbindungen einer Kampfsport-Halle in Halle
Hunderte Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Halle, um die Schließung eines Kampfsporthalls zu fordern, dem Verbindungen zur rechtsextremen Szene vorgeworfen werden. Die Kundgebung richtete sich gegen die Gladiator Fight Academy, der vorgeworfen wird, gewaltbereite Netzwerke und Diskriminierung zu fördern. Organisiert wurde die Demonstration von der antifaschistischen Gruppe Daumen runter vor dem Hauptbahnhofs der Stadt.
Auslöser für den Protest waren Berichte über die Verbindungen der Sporthalle zu bekannten Rechtsextremisten. Darunter ist Theo Weiland, ein ehemaliger Anführer der verbotenen neonazistischen Gruppe Jungsturm Erfurt und aktuell Mitglied des Kernteams des Gyms. Auch Hans Krüger und Christopher Henze, die mutmaßlich mit der rechtsextremen Hooligan-Szene in Verbindung stehen, sind in den Betrieb eingebunden.
Die Kritik verschärfte sich weiter, als die Betreiber der Sporthalle eine rechtsextreme Veranstaltung in Teutschenthal ausrichteten. Die Zusammenkunft fand in einem kommunalen Kulturzentrum statt und löste bei Anwohnern Empörung aus. Unter den Teilnehmern befanden sich Kandidaten der Alternative für Deutschland (AfD), die bei der Bundestagswahl 2025 in Sachsen-Anhalt 37,3 Prozent der Stimmen erhielt.
Die Demonstranten skandierten Parolen wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ und warfen der Sporthalle vor, als Rekrutierungsstätte für Extremisten zu dienen. Gegen die Einrichtung gibt es seit Langem Vorwürfe, sie fördere Gewalt und Diskriminierung; zentrale Mitglieder stehen offen in Verbindung mit rechtsextremen Kreisen.
Die Proteste verdeutlichen die anhaltenden Spannungen um den Einfluss rechtsextremer Strömungen in lokalen Gemeinschaften. Bislang haben die Behörden noch nicht auf die Forderungen nach Schließung des Gyms reagiert. Unterdessen kündigten die Organisatoren an, den Druck auf die Verantwortlichen aufrechtzuerhalten, um die mutmaßlichen Extremistenverbindungen der Einrichtung zu thematisieren.






