Hessens Wirtschaftsminister lehnt 1.000-Euro-Bonus ab – und fordert Neuausrichtung
Moritz AlbrechtHessens Wirtschaftsminister lehnt 1.000-Euro-Bonus ab – und fordert Neuausrichtung
Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD) hat sich gegen den geplanten steuerfreien Bonus von 1.000 Euro ausgesprochen. Er verteidigte die Entscheidung des Bundesrates, die Auszahlung zu blockieren, und forderte eine Neuausrichtung der Debatte.
Der Minister argumentierte, dass die Maßnahme tiefgreifende wirtschaftliche Probleme nicht löse und auf deutlichen Widerstand aus der Wirtschaft stoße. Mansoori wies die Forderung zurück, Bundesländer müssten automatisch parteigeführte Politiken unterstützen. In einer föderalen Demokratie sei Meinungsverschiedenheit normal, erklärte er – Institutionen wie der Vermittlungsausschuss seien gerade dafür geschaffen, solche Konflikte zu klären.
Er betonte, der 1.000-Euro-Bonus sei keine echte Lösung. Stattdessen rief er die Abgeordneten auf, sich auf wirksamere Entlastungsmaßnahmen zu konzentrieren. Der Vorschlag habe bereits scharfe Kritik von Wirtschaftsvertretern auf sich gezogen, so Mansoori.
Der Minister nannte zudem die Ölkonzerne als Teil des Problems. Ihre übermäßigen Gewinne verschärften seiner Ansicht nach den wirtschaftlichen Druck. Weitere Verhandlungen seien unverzichtbar, bevor eine Einigung möglich sei.
Die Ablehnung des Bonus durch den Bundesrat bleibt vorerst bestehen. Mansooris Äußerungen unterstreichen die anhaltenden Spannungen über wirtschaftliche Entlastungen. Nun geht es darum, ob alternative Vorschläge auf den Tisch kommen.






