Großübung in Dachau testet Krisenreaktion auf Angriff auf Rüstungsfirma
Moritz AlbrechtGroßübung in Dachau testet Krisenreaktion auf Angriff auf Rüstungsfirma
Großübung in Dachau: Über 300 Einsatzkräfte simulieren komplexen Angriff auf Rüstungsunternehmen
In Dachau (Bayern) hat eine großangelegte Notfallübung mit mehr als 300 Beteiligten stattgefunden. Das Szenario sah einen Angriff auf ein Start-up der Verteidigungstechnik vor, das militärische Drohnen entwickelt. Polizei, Militär und Rettungskräfte probten dabei ihre Reaktion auf einen worst-case-Fall.
Die Übung fand auf dem Gelände der bayerischen Bereitschaftspolizei statt, an der 200 Beamte und 120 Freiwillige teilnahmen. Das simulierte Geschehen begann mit der Blockade eines Bundeswehr-Konvois, gefolgt von einer Fahrzeugdetonation und einer Geiselnahme. Im Einsatz waren Polizei, Feuerwehr, Rettungssanitäter, Spezialeinheiten der Bereitschaftspolizei, das Elitekommando SEK sowie die Feldjägertruppe der Bundeswehr.
Im Mittelpunkt der Übung stand die abgestimmte Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten. Den Abschluss bildete die spektakuläre Festnahme des simulierten Angreifers durch die SEK-Einheit. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der der Übung beiwohnte, betonte die wachsende Bedeutung der zivil-militärischen Zusammenarbeit angesichts steigender globaler Spannungen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der klaren Kommunikation zwischen den Kräften. Die Übung folgte einem Vorfall in Erding im Oktober 2025, bei dem ein realer Angriff fälschlicherweise für eine Übung gehalten worden war. Die Behörden wollen künftig solche Missverständnisse vermeiden.
Die Übung verlief reibungslos, und Herrmann lobte die verbesserte Koordination der Einsatzkräfte. Das Szenario stärkte die Vorbereitung auf hybride Kriegsbedrohungen. Die Teilnehmer verließen die Übung mit optimierten Abläufen für die gemeinsame Krisenbewältigung.






