Gericht stoppt Tötung von Bärin JJ4 – Proteste für ihre Freilassung wachsen
Anton HofmannGericht stoppt Tötung von Bärin JJ4 – Proteste für ihre Freilassung wachsen
Ein Gericht hat vorläufig die Pläne gestoppt, die Bärin JJ4 – auch bekannt als Gaia – zu töten, nachdem sie Anfang April einen Jogger angegriffen und getötet hatte. Die Entscheidung fällt inmitten wachsender öffentlicher Proteste: Hunderte versammelten sich vor dem Tierheim Casteller, um ihre Freilassung zu fordern.
JJ4 war nach dem tödlichen Vorfall gefangen und von ihren drei Jungtieren getrennt worden. Die Behörden hatten bereits die Anweisung erteilt, sie einzuschläfern, doch das Gericht setzte die Entscheidung bis zu einer Anhörung am 11. Mai aus.
Demonstranten hielten Schilder mit Parolen wie "Bären sind die Opfer der Landesregierung" hoch. Viele argumentierten, die Bärin dürfe nicht getötet werden, und zogen Vergleiche zu Bruno, dem sogenannten "Problembären", der 2006 in Bayern erschossen worden war. Da JJ4 Brunos Schwester ist, erhält die Debatte eine zusätzliche emotionale Brisanz.
Der Fall hat eine breite Diskussion über Wildtiermanagement und öffentliche Sicherheit ausgelöst. Unterstützer von JJ4 bestehen darauf, sie solle umgesiedelt und nicht eingeschläfert werden, während die Behörden das Risiko eines weiteren Angriffs abwägen.
Die vorläufige Aussetzung des Einschläferungsbefehls verschafft JJ4 eine Atempause. Eine endgültige Entscheidung wird nach der Anhörung am 11. Mai fallen. Bis dahin bleibt die Bärin in Gefangenschaft, von ihren Jungtieren getrennt, während die Proteste anhalten.






