13 March 2026, 14:13

Gericht kippt Finfluencer-Werbung: YouTube-Videos brauchen klare Sponsoren-Kennzeichnung

Eine Werbung mit verschiedenen Produkten und Text.

Gericht: YouTube-Werbung muss klar als solche gekennzeichnet werden - Gericht kippt Finfluencer-Werbung: YouTube-Videos brauchen klare Sponsoren-Kennzeichnung

Ein deutsches Gericht hat entschieden, dass YouTube-Videos, die Finanzprodukte bewerben, Werbekennzeichnungen klar und deutlich offenlegen müssen. Im Mittelpunkt des Verfahrens stand ein sogenannter Finfluencer, der in einem Video eine bezahlte Kooperation nicht ordnungsgemäß kenntlich gemacht hatte. Das Urteil unterstreicht die verschärften Regeln für Werbetransparenz in sozialen Medien.

Das Landgericht Bamberg urteilte, dass ein zehnsekündiger Hinweis nicht ausreiche, um ein gesponsertes Video ausreichend zu kennzeichnen. Laut Gericht muss der Name des Sponsors direkt im Video eingeblendet werden und nicht nur in der Beschreibung erscheinen. Das Verfahren (Aktenzeichen 1 HK O 19/25) ist noch nicht rechtskräftig, sodass weitere Berufungen möglich sind.

YouTube hat bereits Maßnahmen ergriffen, um ähnliche Vorschriften in ganz Europa umzusetzen. Seit November 2023 setzt die Plattform strengere Offenlegungsregeln durch, darunter die Pflichtangabe "Bezahlte Partnerschaft". Diese Änderungen entsprechen den EU-Richtlinien, die eine deutlichere Kennzeichnung von Werbeinhalten vorschreiben.

Zusätzlich verlangt YouTube von Content-Creatorn nun auch die Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten in Videos. Dieser Schritt folgt dem Druck der Europäischen Kommission, die Transparenz für Zuschauer verbessern will.

Das Gerichtsurteil bekräftigt die Notwendigkeit expliziter Werbekennzeichnungen in Online-Inhalten. Creator und Sponsoren müssen nun sicherstellen, dass sie die verschärften Offenlegungspflichten einhalten. Bei Verstößen drohen weitere rechtliche Konsequenzen nach EU- und deutschem Recht.