FDP-Politiker vergleichen sich bei Epiphanias-Feier mit *Muppet Show*-Figuren
Liberal Muppet Show: FDP Schwergewichte liefern Comedy-Act - FDP-Politiker vergleichen sich bei Epiphanias-Feier mit *Muppet Show*-Figuren
Ein traditionelles politisches Ereignis in Stuttgart nahm eine ungewöhnliche Wendung, als zwei Spitzenpolitiker die Veranstaltung mit Zwischenrufen und Scherzen störten. Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann, beide von der FDP, verglichen sich selbst mit Figuren aus der Muppet Show und richteten scharfe Angriffe gegen linke Politiker. Ihre Äußerungen sorgten bei der langjährigen Epiphanias-Feier der Stadt sowohl für Gelächter als auch für Kontroversen.
Der Vorfall ereignete sich im Stuttgarter Opernhaus, wo sich traditionell lokale Führungspersönlichkeiten zum Dreikönigstag treffen. Kubicki und Strack-Zimmermann verfolgten die Veranstaltung von einer Opernloge aus und imitierten dabei Statler und Waldorf – die grantigen Störenfriede aus der Muppet Show. Strack-Zimmermann bemerkte scherzhaft, sie sei "nicht Miss Piggy", während sie Kubicki als "Kermit" bezeichnete, was beim Publikum Schmunzeln auslöste.
Kubicki richtete seine Aufmerksamkeit anschließend auf Jan van Aken, den Co-Vorsitzenden der Linkspartei. Er warf van Aken vor, Witze über das "Erschießen der Reichen" zu machen und linke Straftaten als gerechtfertigt für einen höheren Zweck zu verharmlosen. Der FDP-Politiker ging noch weiter und warnte, eine extreme Linke könnte eine "Großstadt lahmlegen" – eine Behauptung, die er mit der Rhetorik der Linkspartei in Verbindung brachte. Seine Äußerungen nahmen eine düstere Wendung, als er den ehemaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew erwähnte. In sarkastischem Ton schlug Kubicki vor, wenn Medwedew jemanden aus Deutschland entführen wolle, solle er sich lieber van Aken statt CDU-Chef Friedrich Merz aussuchen. Die Bemerkung löste gemischte Reaktionen aus: Manche hielten sie für einen Scherz, andere empfanden sie als brandgefährlich. Zuvor hatte Kubicki bereits eine nicht namentlich genannte Person vage als "Gefahrenerkennungs-Detektor" bezeichnet, ohne weitere Erklärungen abzugeben – die Zuhörer rätselten über das eigentliche Ziel seiner Aussage.
Die Zwischenrufe überschatten Teile der Stuttgarter Epiphanias-Tradition, die sonst von förmlichen Reden und diplomatischem Austausch geprägt ist. Kubickis und Strack-Zimmermanns Muppet-artige Einwürfe lenkten die Aufmerksamkeit auf politische Spannungen, insbesondere zwischen FDP und Linkspartei. Ihre Äußerungen – von spielerischen Sticheleien bis hin zu ernsthaften Vorwürfen – dürften in den kommenden Tagen für weitere Debatten sorgen.
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