Familienunternehmen warnen vor Deutschlands stillem Wirtschaftsabstieg unter Schwarz-Rot
Anton HofmannFamilienunternehmen warnen vor Deutschlands stillem Wirtschaftsabstieg unter Schwarz-Rot
Stiftung Familienunternehmen und Politik übt scharfe Kritik an Bundesregierung zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition
Die Stiftung Familienunternehmen und Politik hat die Bundesregierung zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition scharf kritisiert. Rainer Kirchdörfer, Vorstandsmitglied der Stiftung, warnte, dass die deutsche Wirtschaft an Kraft verliere und ihre Spitzenposition als Exportnation einbüße. Seine Äußerungen spiegeln die wachsende Frustration unter Unternehmensführern wider, deren Erwartungen enttäuscht wurden.
Kirchdörfer beschrieb den wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands als schleichend, aber stetig – ein stiller Kraftverlust. Er betonte, dass sich die aktuelle Regierung weitere Fehler schlicht nicht leisten könne, doch Fortschritte bei der Bürokratieabbau oder der Konsolidierung der Staatsausgaben blieben aus. Diese Missstände hätten bei vielen Unternehmern Ernüchterung ausgelöst.
Die Stiftung vertritt über 600 mittelständische und große Familienunternehmen. Diese hatten gehofft, dass die Koalition die Rahmenbedingungen für Investitionen und Wachstum verbessern würde. Stattdessen sehe man sich nun mit zusätzlichen Hürden im Inland konfrontiert, die viele dazu zwängen, nach Profiten im Ausland zu suchen, so Kirchdörfer.
Neben den innerdeutschen Herausforderungen verwies er auch auf globale Risiken: Die USA untergrüben die Stabilität des Welthandels, während sich Europas Führungseliten in Regulierungsdschungeln verlören. Kirchdörfer forderte bessere politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, um die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft und der nächsten Generation zu sichern.
Deutsche Familienunternehmen wollten zwar weiterhin vor Ort investieren, doch immer mehr suchten mittlerweile im Ausland nach Chancen. Kirchdörfers Warnungen offenbaren eine wachsende Kluft zwischen politischen Versprechen und wirtschaftlicher Realität. Ohne Kurskorrektur drohe Deutschland, seine Rolle als globaler Handelsakteur zu verlieren.






