Europas Führungskräfte wehren sich gegen US-Kritik an Kontinents-Zukunft
Europas Führungskräfte wehren sich gegen US-Kritik an Kontinents-Zukunft
Europäische Führungskräfte haben sich gegen jüngste Kritik aus den USA zur Zukunft des Kontinents zur Wehr gesetzt. Bei einem hochrangigen Treffen wies die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas Vorwürfe eines Niedergangs Europas zurück, während der britische Premierminister Keir Starmer zu einer gemeinsamen Verteidigung freier und vielfältiger Gesellschaften aufrief. Die Äußerungen erfolgten, nachdem der US-Außenminister Marco Rubio die Verpflichtung Amerikas zu den transatlantischen Beziehungen betont hatte – trotz anhaltender Meinungsverschiedenheiten in zentralen Politikbereichen.
Kallas lehnte den Vorwurf des "Europe-Bashings" entschieden ab und reagierte damit auf Aussagen der Trump-Administration, die Europa aufgrund von Migration, niedrigen Geburtenraten und sich wandelnden nationalen Identitäten als geschwächt darstellten. Sie verwies auf die nationale Sicherheitsstrategie der USA als Beispiel für eine solche Kritik, betonte jedoch, Europa bleibe stark. Stattdessen hob sie das wachsende Interesse an einer EU-Mitgliedschaft hervor: Seit 2020 hätten vier Kandidatenländer – die Ukraine, Moldau, Bosnien und Herzegowina sowie Nordmazedonien – offiziell einen Beitrittsantrag gestellt, einige von ihnen seien 2022 und 2024 sogar bereits in Verhandlungen eingetreten.
Rubios Rede, die er im Rahmen derselben Gespräche hielt, unterstrich, dass die USA kein Ende ihrer Partnerschaft mit Europa anstreben. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Washington in den Fragen Migration, Handel und Klimapolitik keine Kompromisse eingehen werde. Kallas räumte diese Differenzen ein, bezeichnete Rubios Worte aber als wichtige Erinnerung an die tiefen Verbindungen zwischen beiden Kontinenten.
Starmer meldete sich ebenfalls zu Wort und rief Europa dazu auf, standhaft für seine demokratischen Werte einzutreten. Seine Stellungnahme erfolgte, während Kallas auch die Behauptung eines "zivilisatorischen Verschwindens" zurückwies. Sie argumentierte, Länder wie Kanada sähen die EU nach wie vor als attraktives Vorbild. Die aktuelle Debatte deutete sie nicht als Zeichen des Niedergangs, sondern als Beweis für Europas Widerstandsfähigkeit.
Der Austausch zeigt sowohl die anhaltende Allianz zwischen Europa und den USA als auch die Spannungen in der Sachpolitik. Während Rubio die Bindung Amerikas an die Partnerschaft bekräftigte, betonten Kallas und Starmer Europas Entschlossenheit, den eigenen Weg zu verteidigen. Die Diskussionen fallen zudem in eine Phase, in der die EU weiterwächst – mit neuen Kandidatenländern, die der Mitgliedschaft näherkommen.
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