Eisrettung am Seehamer See: Einsatzkräfte üben unter Extrembedingungen

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Feuerwehrleute in Helmen und Schutzausrüstung arbeiten an einem Feuerhydranten mit Rohren, Ventilen und anderen Gegenständen im Hintergrund, mit Text am unteren Bildrand.Admin User

Eisrettung am Seehamer See: Einsatzkräfte üben unter Extrembedingungen

Dreistündige Eisrettungsübung am Seehamer See

Am vergangenen Wochenende fand am Seehamer See eine dreistündige Eisrettungsübung statt. Zwölf Einsatzkräfte der Wasserrettung Miesbach und der Freiwilligen Feuerwehr Holzolling arbeiteten dabei unter eisigen Bedingungen zusammen. Ziel der Übung war es, einen realistischen Notfall auf dem Eis zu simulieren.

Das Team begann damit, mit Äxten und einer Kettensäge für dickere Eisschichten ein Loch ins Eis zu schlagen. Zwei Feuerwehrleute übernahmen anschließend die Rolle von Verunglückten: Sie stiegen in das knapp zwei Grad kalte Wasser – ausgerüstet mit Trockenanzügen und Rettungswesten – und blieben etwa zehn Minuten lang untergetaucht, bis die Rettung eintrat.

Die Retter näherten sich der Bruchstelle vorsichtig, sicherten sich zunächst selbst, um nicht selbst einzubrechen, und holten die "Opfer" mit einer Feuerwehrleiter und einer Rettungsschlitten an Land. Besonders betont wurde bei der Übung, wie entscheidend der Eigenschutz ist, bevor man mit der Rettung beginnt.

Für das kommende Wochenende ist eine weitere Eisrettungsübung am Spitzingsee geplant. Noch ist nicht bekannt, wer die nächste Einheit leiten wird.

Die Übung bot den Einsatzkräften realistische Bedingungen, um auf Eisnotfälle vorbereitet zu sein. Die geprobten Techniken – etwa die Absicherung der Einsatzstelle und der Einsatz von Spezialausrüstung – sollen die Sicherheit bei echten Einsätzen erhöhen. Eine weitere Übung findet in den nächsten Tagen am Spitzingsee statt.