Dominik Krause startet als Münchner Oberbürgermeister mit Platz-Umbau und Koalitions-Poker
Lukas MüllerDominik Krause startet als Münchner Oberbürgermeister mit Platz-Umbau und Koalitions-Poker
Dominik Krause von den Grünen ist zum neuen Münchner Oberbürgermeister gewählt worden. Seine erste offizielle Amtshandlung war die Teilnahme an der Grundsteinlegung für die Neugestaltung des Willy-Brandt-Platzes. Das Projekt sieht mehr Bäume und einen neuen Brunnen für das Areal vor.
Nun steht Krause vor der Herausforderung, im Rathaus eine stabile Koalition zu schmieden. Die Grünen verfügen über 21 Sitze und verfehlen damit die Mehrheit im 80-köpfigen Stadtrat. Nach der Kommunalwahl 2020 waren die Grünen mit 34 Sitzen stärkste Kraft geworden, gefolgt von CSU (27 Sitze) und SPD (22 Sitze). Realistische Koalitionsoptionen sind die Fortsetzung der bisherigen "Rathaus-Koalition" mit SPD, Volt und Rosa Liste oder ein Bündnis mit der CSU.
Sondierungsgespräche mit SPD und CSU haben bereits begonnen. Krause zeigt sich offen für beide Optionen, trotz inhaltlicher Differenzen – insbesondere mit der CSU in Verkehrsfragen. Gemeinsame Ansatzpunkte sieht er etwa bei Münchens Olympiabewerbung, die als Brückenbauer dienen könnte.
Zu seinen zentralen Themen in den Koalitionsverhandlungen zählen der Kampf gegen Wohnungsnot, schärfere Maßnahmen gegen Mietwucher und die Nutzung leerstehender Immobilien. Darüber hinaus will Krause öffentliche Räume aufwerten und die Stadt grüner gestalten.
Die ersten Schritte des neuen Oberbürgermeisters gelten der Umgestaltung des Münchner Stadtbilds und der Sicherung einer arbeitsfähigen Mehrheit. Die Neugestaltung des Willy-Brandt-Platzes markiert den Auftakt seiner Agenda für Umwelt und Lebensqualität. Die anstehenden Koalitionsgespräche werden entscheiden, wie sich seine Pläne in den kommenden Monaten umsetzen lassen.






