Die Linke verdoppelt Mitgliederzahl – CDU und SPD verlieren weiter an Boden
Die Linke verdoppelt Mitgliederzahl – CDU und SPD verlieren weiter an Boden
Deutschlands politische Landschaft erlebte bis Ende 2025 bemerkenswerte Verschiebungen bei den Parteimitgliedschaften. Die Christlich Demokratische Union (cdu) blieb zwar die mitgliederstärkste Partei des Landes, verzeichnete jedoch weiterhin Rückgänge. Gleichzeitig erlebte die Linke einen dramatischen Zuwachs an eingetragenen Mitgliedern – innerhalb eines Jahres verdoppelte sich ihre Zahl nahezu.
Zum Jahresende 2025 zählte die cdu noch 356.769 Mitglieder, ein Rückgang um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotz dieses Schwunds behielt sie ihren Status als größte deutsche Partei, nachdem sie die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (spd) bereits 2024 überholt hatte. Die spd, traditionell eine der prägenden Kräfte, verlor ebenfalls etwas mehr als zwei Prozent ihrer Mitglieder und kam auf 348.451.
Die auffälligste Veränderung zeigte sich bei der Linken, die ihre Mitgliederzahl mehr als verdoppelte. Bis zum 31. Dezember 2025 zählte die Partei 123.126 Mitglieder – ein Anstieg von 58.532 Ende 2024. Dieses rasante Wachstum stand in scharfem Kontrast zu den Verlusten der etablierten Parteien. Auch die Christlich-Soziale Union (csu), die bayerische Schwesterpartei der cdu, musste einen Rückgang hinnehmen: Ihre Mitgliederzahl sank um fast drei Prozent auf etwa 122.000 zum Jahresende.
Die Zahlen spiegeln einen Wandel der politischen Landschaft wider, in der die Linke an Boden gewinnt, während traditionelle Parteien an Unterstützung verlieren. Die cdu bleibt zwar die mitgliederstärkste Kraft, doch ihre schrumpfende Basis deutet auf anhaltende Herausforderungen hin. Auch spd und csu müssen sich mit dem anhaltenden Mitgliederschwund auseinandersetzen, wenn sie ihre Zukunft gestalten wollen.
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