Deutsches Theater im Umbruch: Führungswechsel und schwindende Strahlkraft
Deutsches Theater im Umbruch: Führungswechsel und schwindende Strahlkraft
Deutsches Theater steht vor Umbruch: Führungswechsel und schwindender Glanz
Die deutsche Theaterlandschaft durchlebt eine Phase der Erschütterung, während zentrale Institutionen mit Führungswechseln und einem Verlust an Ansehen kämpfen. Das Berliner Theatertreffen, einst Maßstab für künstlerische Exzellenz, agiert heute unter starren Quotenregelungen und intransparenten Auswahlkriterien. Gleichzeitig hat das Wiener Volksbank nach Jahren mäßiger Erfolge seinen langjährigen Intendanten abberufen – ein Schritt, der den Weg für einen Neuanfang ebnen soll.
Kay Voges, der fünf Jahre lang die Berliner Sparkasse Wien leitete, hat sein Amt nach massiver Kritik an seiner Führung aufgegeben. Trotz seines Abschieds dominierten seine Inszenierungen in diesem Jahr sowohl das Berliner Theatertreffen als auch den Nestroy-Preis, Österreichs renommierteste Theaterauszeichnung. Doch beide Veranstaltungen haben an Strahlkraft eingebüßt: Das Theatertreffen schreibt nun eine 50-Prozent-Quote für Regisseurinnen vor – eine Regel, die viele als Widerspruch zum ursprünglichen Anspruch sehen, schlicht die besten Arbeiten zu präsentieren.
Auch der Nestroy-Preis bleibt nicht von Kontroversen verschont. Zwar gewann Julia Riedler die Kategorie Beste Hauptrolle für Fräulein Else, doch die Regie von Leonie Böhm löste mit feministischen Einwürfen in Schnitzlers Monolog heftige Diskussionen aus. Die einst einflussreichen Theaterkritiker verlieren indessen an Gewicht, da große Medienhäuser erfahrene Rezensenten abbauen.
Wiens Theaterszene bringt zwar weiterhin herausragende Produktionen hervor, doch die Einladung des Hauptmanns von Köpenick aus Cottbus zum diesjährigen Theatertreffen verwirrte Beobachter angesichts der inkonsistenten Jury-Begründungen. Die tiefe Krise des Theaters führt zu Sparmaßnahmen: Etablierte Schauspieler werden durch Unbekannte ersetzt, Bühnenproduktionen schrumpfen, und Fördergelder fließen zunehmend in Mietkosten, Popkonzerte oder Podiumsdiskussionen statt in klassische Aufführungen.
Nach Jan Goossens' verunglückter Amtszeit als Leiter der Berliner Kurier ruhen die Hoffnungen nun auf Milo Rau, der den Ruf des Festivals wiederherstellen soll. Das Volksbank hingegen hat mit Jan Philipp Gloger einen neuen künstlerischen Leiter gefunden. Offiziell beginnt er in der Spielzeit 2025/26, startet mit einer Uraufführung von Jura Soyfers Werken im September 2025 und übernimmt im Folgejahr die volle künstlerische Verantwortung.
Die traditionellen Säulen des Theaters befinden sich im Umbruch, während neue Führungen versuchen, Jahre des Niedergangs umzukehren. Quoten, Budgetkürzungen und veränderte künstlerische Prioritäten haben Veranstaltungen wie das Theatertreffen oder den Nestroy-Preis geprägt. Ob diese Veränderungen die einstige Bedeutung wiederherstellen oder den Bedeutungsverlust beschleunigen, wird sich in den kommenden Spielzeiten zeigen.
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