Deutsche lehnen Streichung von Feiertagen für mehr Arbeitszeit deutlich ab
Anton HofmannDeutsche lehnen Streichung von Feiertagen für mehr Arbeitszeit deutlich ab
In Deutschland wird derzeit hitzig darüber diskutiert, ob ein gesetzlicher Feiertag gestrichen werden sollte, um die Arbeitszeit zu erhöhen. Der Vorschlag entstand im Rahmen von Regierungsberatungen zur Steigerung der Wirtschaftsleistung. Doch eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Idee in der Bevölkerung auf breite Ablehnung stößt.
Laut einer Forsa-Umfrage befürworten nur 21 Prozent der Deutschen die Abschaffung eines Feiertags, während sich 76 Prozent dagegen aussprechen. Besonders hoch ist der Widerstand bei Erwerbstätigen: 82 Prozent lehnen den Plan ab.
Die Zustimmung variiert je nach politischer Ausrichtung. Wähler der unionsgeführten CDU/CSU zeigen mit 31 Prozent die höchste Unterstützung – doch auch hier überwiegt die Ablehnung. Anhänger der Linken (85 Prozent dagegen) und der rechtspopulistischen AfD (87 Prozent dagegen) lehnen den Vorschlag vehement ab. Regionale Unterschiede sind gering; in Ost- und Westdeutschland ist die Ablehnung ähnlich ausgeprägt.
Kritiker argumentieren, dass die Streichung eines Feiertags lediglich zu einem kurzfristigen Anstieg der Arbeitsstunden führen würde. Sie warnen, dass damit keine grundlegenden wirtschaftlichen Herausforderungen wie Produktivität oder strukturelle Reformen angegangen würden. Zudem bestehe die Gefahr, dass eine Umsetzung des Plans auf öffentlichen Widerstand stoßen könnte.
Der Vorschlag bleibt unpopulär, wobei die Ablehnung quer durch politische Lager und Regionen geht. Während einige darin eine schnelle Möglichkeit sehen, die Arbeitszeit zu verlängern, glauben viele, dass dies die langfristigen wirtschaftlichen Probleme Deutschlands nicht lösen würde. Die Regierung steht nun vor der Herausforderung, wirtschaftliche Ziele mit der öffentlichen Stimmung in Einklang zu bringen.






