31 May 2026, 16:13

Deutsche Bahn ändert Sanierungspläne für die Strecke München–Rosenheim nach Kritik

Renovation der München-Rosenheim-Bahn in zwei Phasen

Deutsche Bahn ändert Sanierungspläne für die Strecke München–Rosenheim nach Kritik

Die Deutsche Bahn hat ihre Pläne für die Sanierung der Bahnstrecke München–Rosenheim, einer der meistbefahrenen Strecken Bayerns, überarbeitet. Statt einer einzigen sechsmonatigen Vollsperrung sollen die Arbeiten nun in zwei getrennten Abschnitten erfolgen. Die Entscheidung folgt auf Kritik von Verkehrsverbänden und Fahrgästen.

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Die erste Bauphase beginnt Mitte Februar 2028 und dauert bis Mitte April. In diesem achtwöchigen Zeitraum werden die Fernbahngleise komplett gesperrt. Weitere Einschränkungen, darunter Wochenendsperrungen und Schließungen während der Faschingsferien, sind für Anfang 2028 vorgesehen.

Vorbereitende Arbeiten starten bereits früher, im Herbst 2027, mit Teil sperrungen auf der S-Bahn-Strecke. Die gesamte Sperrzeit über beide Phasen hinweg beträgt nun 24 Wochen – zwei Wochen länger als im ursprünglichen 22-Wochen-Plan vorgesehen.

Die zweite Phase ist für die erste Jahreshälfte 2031 geplant. In dieser Etappe stehen die Modernisierung von Gleisen, Weichen, Oberleitungen, Brücken und Bahnhöfen im Fokus. Zudem wird die Strecke mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System) ausgerüstet.

Trotz der Änderungen lehnt der Verband der Güterverkehrsunternehmen den neuen Plan als unzureichend ab. Geschäftsführer Peter Westenberger argumentiert, dass die Aufteilung der Arbeiten keine Verbesserung bringe, und erklärt: „Das ist nur anders, aber nicht besser.“

Die Strecke München–Rosenheim bleibt eine lebenswichtige Verbindung für den täglichen Personen- und Güterverkehr. Der überarbeitete Zeitplan soll die Beeinträchtigungen verringern, sieht aber weiterhin längere Sperrungen vor. Die Deutsche Bahn hat noch keine weiteren Anpassungen des Plans angekündigt.

Quelle