Dehoga-Präsident warnt vor Altersvorsorge-Pflicht und fordert rasche Arbeitsmarktreformen
Lukas MüllerDehoga-Präsident warnt vor Altersvorsorge-Pflicht und fordert rasche Arbeitsmarktreformen
Der Präsident des Dehoga-Gastgewerbeverbands, Schimke, hat Bedenken gegen mehrere Arbeitsmarktvorhaben geäußert. Er betonte die Dringlichkeit des geplanten Arbeitszeitgesetzes und warnte vor einer verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorge. Branchenvertreter blicken nun erwartungsvoll auf einen Krisengipfel im Kanzleramt, der Lösungen bringen soll.
Schimke kritisierte den Vorstoß von DGB-Chefin Yasmin Fahimi für eine gesetzliche Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge. Eine solche Regelung würde seiner Ansicht nach den bürokratischen Aufwand und die tatsächlichen Kosten für Unternehmen erhöhen – ohne dabei Wachstum zu fördern oder die Jobchancen zu verbessern.
Gleichzeitig wies er darauf hin, dass selbst Gewerkschaften auf stabile Arbeitsplätze und eine stärkere Wirtschaft angewiesen seien. Hier sei Pragmatismus gefragt, nicht Klassenkampf, so Schimke. Ähnliche Risiken sieht der Verbandschef in anderen Vorhaben, die die Arbeitskosten in die Höhe treiben würden.
Angesichts der knappen Zeit forderte Schimke die Politik zum Handeln auf. Er erwartet von den Koalitionsspitzen, die vereinbarten Reformen zügig voranzubringen. Seine Hoffnung ruht auf dem Krisengipfel, der vor der Sommerpause ein klares Signal für die Einführung einer einheitlichen Wochenarbeitszeit setzen soll.
Der Branchenverband setzt auf den Gipfel im Kanzleramt, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen. Schimkes Warnungen unterstreichen die Notwendigkeit entschlossener Schritte bei den Arbeitsmarktreformen. Das Ergebnis könnte die Unternehmensbelastungen und Beschäftigungsperspektiven in den kommenden Monaten maßgeblich prägen.






