23 March 2026, 10:15

CSU-Oberbürgermeister in Aschaffenburg: Historischer Machtwechsel nach 56 Jahren SPD

Eine Zeichnung eines Mannes mit verschiedenen Gesichtsausdrücken, die den Titel 'Wahlumfrage mit beiden Kandidaten' trägt, zeigt einen nachdenklichen Ausdruck mit zur Seite blickenden Augen und leicht geöffnetem Mund, ordentlich gekämmtes Haar und schlichte Kleidung, mit fetter, zentrierter Schrift.

CSU-Oberbürgermeister in Aschaffenburg: Historischer Machtwechsel nach 56 Jahren SPD

Aschaffenburg wählt nach über 50 Jahren erstmals einen CSU-Oberbürgermeister

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Markus Schlemmer hat den langjährigen Amtsinhaber Jürgen Herzing (SPD) in der Stichwahl geschlagen. Das Ergebnis markiert einen tiefgreifenden Wandel in der politischen Landschaft der Stadt nach Jahrzehnten unter SPD-Führung.

Die Wahl erstreckte sich über zwei Runden im März. Am 8. März lag die Wahlbeteiligung bei 55,6 Prozent der rund 54.000 Wahlberechtigten. Schlemmer führte mit 41,1 Prozent der Stimmen, während Herzing bei 38,2 Prozent zurückblieb. Da kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichte, kam es am 22. März zur Stichwahl.

In der zweiten Runde sank die Beteiligung weiter auf 47,5 Prozent. Diesmal setzte sich Schlemmer mit 56,3 Prozent der gültigen Stimmen deutlich gegen Herzing durch, der 43,7 Prozent erhielt. Der Sieg beendet 56 Jahre SPD-Herrschaft in Aschaffenburg – eine Ära, die bis ins Jahr 1970 zurückreicht.

Schlemmer wird sein Amt offiziell am 1. Mai antreten. Sein Erfolg spiegelt eine breitere Neuausrichtung in der Kommunalpolitik wider, die bereits mit der Oberbürgermeisterwahl 2020 begann und sich in den anstehenden Kommunalwahlen 2026 fortsetzen könnte.

Das Ergebnis der Stichwahl bestätigt Schlemmer als neuen Oberbürgermeister Aschaffenburgs. Mit seiner CSU-Zugehörigkeit bricht er eine langjährige SPD-Tradition in der Stadt. Die rückläufige Wahlbeteiligung in beiden Runden deutet zudem auf veränderte politische Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger hin.

Quelle