Christian Schoch wird neuer Oberbürgermeister von Kempten nach knapper Stichwahl
Anna KrauseChristian Schoch wird neuer Oberbürgermeister von Kempten nach knapper Stichwahl
Kempten hat nach einer knapp umkämpften Stichwahl einen neuen Oberbürgermeister gewählt. Christian Schoch setzte sich mit 55,0 Prozent der Stimmen durch und besiegte damit Amtsinhaber Thomas Kiechle, der auf 45,0 Prozent kam. Die Wahl fand am 22. März statt, nachdem im ersten Wahlgang kein Kandidat die absolute Mehrheit erreicht hatte.
Die Beteiligung lag bei der Stichwahl bei nur 43,6 Prozent der Wahlberechtigten – ein Wert, der unter dem früherer Kommunalwahlen in der Stadt liegt.
Der Wahlkampf um das Bürgermeisteramt hatte am 8. März mit den Kommunalwahlen in Kempten begonnen. Da damals kein Bewerber die notwendige Mehrheit erzielte, kam es zwei Wochen später zur Stichwahl. Bei der letzten Wahl 2020 war Kiechle (CSU) mit 54,32 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt worden.
Kempten, das im Juni 2025 rund 72.286 Einwohner zählte, liegt auf einer Höhe von 674 Metern und erstreckt sich über eine Fläche von 63,3 Quadratkilometern. Bekannt ist die Stadt für Sehenswürdigkeiten wie die St.-Lorenz-Basilika, die Fürstliche Residenz und den Archäologischen Park Cambodunum. Zudem ist sie Austragungsort großer Veranstaltungen wie der Allgäuer Festwoche, des Kemptener Jazzfrühlings und des Classix-Kammermusikfestivals.
Bei den Stadtratswahlen 2020 hatte die CSU mit 26,48 Prozent die meisten Stimmen geholt, gefolgt von den Freien Wählern (21,78 %) und den Grünen (19,16 %). Über die Ergebnisse der diesjährigen Stadtratswahl liegen jedoch noch keine Daten vor – verfügbare Angaben beziehen sich fälschlicherweise auf andere deutsche Städte.
Christian Schoch übernimmt nun als neuer Oberbürgermeister das Amt, nachdem er eine klare, wenn auch knappe Mehrheit erreichte. Seine Amtszeit beginnt mit einer deutlich geringeren Wahlbeteiligung als in früheren Wahlen. Mit Kiechles Abschied nach Jahren im Amt verändert sich die politische Landschaft der Stadt.






