CDU-Politiker Bommert erhält Verweis nach umstrittenem Wehrmacht-Video
Anton HofmannCDU-Politiker Bommert erhält Verweis nach umstrittenem Wehrmacht-Video
Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Brandenburgischen CDU, sieht sich nach der Veröffentlichung eines umstrittenen Videos mit disziplinarischen Konsequenzen konfrontiert. Der auf seinem Instagram-Account geteilte Clip zeigte eine Zusammenkunft mit restaurierten Wehrmacht-Motorrädern aus der NS-Zeit. Die Partei hat ihm daraufhin einen offiziellen Verweis erteilt, auf weitere Sanktionen wurde jedoch verzichtet.
Der Vorfall reiht sich in frühere Kritik an Bommert ein, der bereits wegen eines WhatsApp-Status mit einer Liste seiner Lieblingspolitiker in die Schlagzeilen geriet. Diesmal löste der Inhalt des Videos schnelle Reaktionen bei Parteikollegen aus, darunter eine öffentliche Stellungnahme des CDU-Fraktionschefs Steeven Bretz.
In dem umstrittenen Video waren Enthusiasten zu sehen, die auf historischen Wehrmacht-Motorrädern fuhren und dabei zeitgenössische Uniformen trugen. Bommert weigerte sich zunächst, nach der Veröffentlichung Stellung zu nehmen. Später räumte er seinen Fehler ein und trat als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Landtages zurück.
Die CDU reagierte mit einem offiziellen Verweis gegen Bommert, entzog ihm jedoch keine Parteifunktionen. Fraktionschef Steeven Bretz betonte, er lehne den Inhalt des Videos sowie dessen Verbreitung entschieden ab. In einer Erklärung kündigte er an, das Thema in einem persönlichen Gespräch mit Bommert intern aufarbeiten zu wollen.
Es ist das erste Mal seit mindestens fünf Jahren, dass ein CDU-Politiker aus Brandenburg öffentlich für die Verbreitung historisch brisanten Materials kritisiert wird. Die Partei bestätigte, dass die Angelegenheit in internen Gesprächen weiter behandelt werde.
Bommerts Rücktritt vom Vorsitz des Wirtschaftsausschusses erfolgte nach der Löschung des Videos. Der offizielle Verweis der CDU bleibt ohne weitere Konsequenzen, seine übrigen Ämter bleiben unangetastet. Interne Gespräche sollen klären, wie die Partei künftig mit ähnlichen Fällen umgeht.






