CDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Nähe-Vorwürfe nach umstrittenem Treffen
Anna KrauseCDU-Chef Heuer wehrt sich gegen AfD-Nähe-Vorwürfe nach umstrittenem Treffen
Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU in Sachsen-Anhalt, hat Vorwürfe einer Absprache mit Ulrich Siegmund, dem Spitzenkandidaten der AfD, zurückgewiesen. Er bezeichnete ein Foto und ein Video von einer Wahlveranstaltung als irreführend und betonte, sie vermittelten einen falschen Eindruck ihrer Begegnung.
Heuer sprach von einem „Dilemma“ und erklärte, die AfD sei zwar eine rechtsextreme Partei, aber auch demokratisch gewählt. Zwar räumte er ein, dass die Szene missverstanden werden könne, lehnte es jedoch ab, eine Nähe zu Siegmund zu suggerieren.
Er argumentierte, die CDU müsse die AfD inhaltlich bekämpfen, dabei aber die parlamentarischen Spielregeln einhalten. Zudem betonte er, dass die Herkunft einer Mehrheit bei Abstimmungen zweitrangig sei – entscheidend sei die sachliche Richtigkeit der Beschlüsse.
Heuer begrüßte Unterstützung aus allen Fraktionen, auch von der AfD, sofern diese im Landtag die Positionen der CDU mitträgt. Gleichzeitig kritisierte er die öffentliche Debatte über den Vorfall, die wichtige Themen wie Bürokratieabbau und Fachkräftemangel in den Hintergrund dränge.
Heuer beharrt darauf, dass die Haltung der CDU klar sei: Die Partei werde die AfD politisch weiter herausfordern, dabei aber demokratische Standards wahren. Die Diskussion über die Begegnung habe jedoch die inhaltlichen Prioritäten verdrängt.






