17 March 2026, 00:14

Brandanschläge in München: 32-Jähriger wegen Serie von Anschlägen angeklagt

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem brennenden Gebäude mit dicken Rauchwolken, unter Text, der "Die Verwüstungen durch die Aufständischen von London beim Abfackeln des neuen Gefängnisses von Newgate" lautet.

Brandanschläge in München: 32-Jähriger wegen Serie von Anschlägen angeklagt

Ein 32-jähriger Mann muss sich wegen einer Serie von Brandanschlägen in und um München vor Gericht verantworten. Den Ermittlungsbehörden zufolge soll er zwischen Juli und September 2024 Baumaschinen, einen Zug sowie eine Windkraftanlage in Brand gesetzt haben. Die Vorfälle könnten mit Dutzenden ähnlicher Straftaten seit August 2023 in Verbindung stehen.

Der erste mutmaßliche Anschlag des Beschuldigten ereignete sich im Juli 2024, als er in Oberhaching bei München einen Bauzug in Brand steckte. Zwei Monate später soll er auf einem Firmengelände im Norden Münchens Baumaschinen angezündet und dabei einen Schaden von rund einer Million Euro verursacht haben. Zudem wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor, in Berg versucht zu haben, eine Windkraftanlage niederzubrennen – ein Vorhaben, das jedoch scheiterte.

Die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) gibt an, der Mann habe in einem anarchistischen Medium Texte veröffentlicht, die Straftaten verherrlichten. Unterdessen hat die Ermittlungsgruppe Raute seit August 2023 Dutzende weitere Brandanschläge in der Münchner Region dokumentiert. Betroffen waren unter anderem Funkmasten, Bahnanlagen, Polizeifahrzeuge und andere kritische Infrastruktur.

Die Münchner Staatsanwaltschaft hat nun Anklage wegen der Anschlagsserie erhoben. Der Fall geht vor das Landgericht München I, das über die Zulassung der Anklage zur Hauptverhandlung entscheiden muss.

Bei einer Verurteilung könnte der Beschuldigte mit einer größeren Welle von Brandstiftungen an Münchner Infrastruktur in Verbindung gebracht werden. Die Entscheidung des Gerichts wird zeigen, ob das Verfahren fortgesetzt wird. Die Behörden ermitteln weiterhin zu möglichen Zusammenhängen mit anderen ungelösten Anschlägen in der Region.

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