Betrüger nutzen Flugchaos: Wie eine Frau 2.500 Euro an Fake-Support von Corendon verlor
Betrüger nutzen Flugchaos: Wie eine Frau 2.500 Euro an Fake-Support von Corendon verlor
Flugausfälle im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt führen zu einer Welle von Betrugsversuchen an gestrandeten Reisenden. Eine Frau in Niederbayern verlor 2.500 Euro, nachdem sie eine gefälschte Kundenservice-Hotline von Corendon anrief. Die Behörden warnen nun Passagiere dringend, Support-Kontakte von Corendon Airlines vor der Weitergabe persönlicher Daten oder Zahlungen zu überprüfen.
Der Vorfall ereignete sich Anfang März 2026, als eine Reisende nach der Annullierung ihres Fluges online nach Hilfe suchte. Statt ihre Airline zu erreichen, wählte sie eine betrügerische Nummer aus einer Suchmaschinenwerbung. Der Betrüger gab sich als Service-Mitarbeiter aus, überredete sie, Fernzugriff auf ihr Gerät zu gewähren, und überredete sie, Geld für eine angebliche Umbuchungsgebühr von Corendon zu überweisen.
Reisende, die von Flugchaos betroffen sind, müssen besonders wachsam sein. Airlines sind gesetzlich verpflichtet, Kunden so schnell wie möglich an ihr Ziel zu bringen – selbst in außergewöhnlichen Situationen. Bei Pauschalreisen müssen Anbieter alternative Transportmöglichkeiten organisieren und bei Verzögerungen bis zu drei Übernachtungen übernehmen. Wer in Kürze in den Nahen Osten reisen soll, kann aufgrund der aktuellen Reisewarnungen kostenlos stornieren.
Um Betrug zu vermeiden, sollten Reisende niemals auf unbestätigte Rückrufnummern oder Support-Links von Rustdesk oder AnyDesk reagieren. Offizielle Hotline-Daten sind ausschließlich auf den Websites der Airlines oder Reiseveranstalter zu finden. Banken raten zudem, Push-Benachrichtigungen für Transaktionen zu aktivieren und verdächtige Aktivitäten umgehend zu melden. Wird im Gespräch Fernzugriff auf ein Gerät verlangt, sollte das Telefonat sofort beendet werden.
Der Fall zeigt, wie kriminelle Fake-Supportdienste die Verwirrung bei Reisechaos ausnutzen. Gestrandete Passagiere dürfen nur geprüfte Kontakte für Hilfe nutzen. Zwar bieten gesetzliche Regelungen Schutz – Airlines und Veranstalter müssen Alternativen anbieten –, doch bleibt Wachsamkeit entscheidend, um finanzielle Verluste zu verhindern.
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