Berliner Abgeordnetenhaus würdigt Margot Friedländer und bewertet Maiproteste
Lukas MüllerBerliner Abgeordnetenhaus würdigt Margot Friedländer und bewertet Maiproteste
Das Berliner Abgeordnetenhaus wird in seiner kommenden Sitzung die Maifeiern und -proteste vom 1. Mai aufarbeiten. Zwar verliefen die meisten Veranstaltungen friedlich, doch leitete die Polizei etwa 120 Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlicher Straftaten ein. Den Beratungen geht eine feierliche Ehrung der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer voraus.
Die Plenarsitzung am 2. Mai beginnt um 11:00 Uhr – eine Stunde später als üblich. Zuvor wird um 9:00 Uhr in einem besonderen Akt Friedländer gewürdigt; der regierende Bürgermeister Kai Wegner hält eine Gedenkrede.
Auch der Platz vor dem Abgeordnetenhaus wird zu ihren Ehren umbenannt. Direkt im Anschluss an die Zeremonie wird eine neue Namensplatte enthüllt.
Am 1. Mai hatte die Berliner Polizei mehrere Dutzend Personen vorübergehend festgenommen. Zu den mutmaßlichen Straftaten zählten Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und sexuelle Belästigung. Trotz dieser Vorfälle verlief die Mehrheit der Kundgebungen ohne größere Zwischenfälle.
In den parlamentarischen Debatten wird die Bewältigung der Maiveranstaltungen bewertet. Die polizeilichen Ermittlungen zu den gemeldeten Straftaten laufen derweil weiter. Die Umbenennung des Platzes stellt eine offizielle Würdigung von Friedländers Vermächtnis dar.






