30 May 2026, 22:10

Bayreuther Festspiele: Machtkampf verzögert Amtsantritt des neuen Intendanten

Bayreuth wartet weiter auf einen Geschäftsführer

Bayreuther Festspiele: Machtkampf verzögert Amtsantritt des neuen Intendanten

Bayreuther Festspiele: Verzögerungen bei Amtsantritt des neuen Intendanten Matthias Rädel

Die Bayreuther Festspiele stecken in anhaltenden Verzögerungen bei der Berufung von Matthias Rädel zum neuen Geschäftsführer fest. Ursprünglich sollte er sein Amt am 1. Januar 2026 antreten – doch fast ein halbes Jahr später ist der Starttermin weiterhin ungewiss. Grund für die Stockungen sind ungelöste Fragen zur Governance und unklare Zuständigkeiten in der Festspielleitung.

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Rädel war im Sommer 2025 als ausgewählter Kandidat vorgestellt worden, um die finanziellen und organisatorischen Strukturen des Festivals zu modernisieren. Der erfahrene Kulturmanager sollte für mehr Kontrolle über die steigenden Kosten sorgen – etwa bei Produktionsausgaben, Tarifverträgen und Energiepreisen, die durch die Inflation zusätzlich belastet werden.

Das Führungsmodell der Festspiele sieht eine Aufteilung der Verantwortung zwischen künstlerischer und kaufmännischer Leitung vor. Die künstlerische Direktorin Katharina Wagner behält die volle kreative Kontrolle und einen eigenen Etat. Doch Streitigkeiten darüber, wie die Macht zwischen ihr und Rädel aufgeteilt werden soll, blockieren die Fortschritte.

Die Verträge für Rädel können erst unterzeichnet werden, wenn die organisatorische Reform der Festspiele abgeschlossen ist. Sowohl die Bundesregierung als auch der Freistaat Bayern unterstützen zwar seine Berufung, doch die Unklarheiten bestehen fort. Bis dahin bleibt Heinz-Dieter Sense als kommissarischer Geschäftsführer im Amt.

Während die Führungsfragen ungeklärt bleiben, geraten die Festspiele zunehmend unter finanziellen Druck. Solange die Governance-Struktur nicht geklärt ist, bleibt sowohl Rädels offizielle Ernennung als auch das geplante Doppelspitzenmodell in der Schwebe.

Quelle