19 March 2026, 10:27

Bayerns Ampeln zeigen jetzt Tracht, Hasen und Pumuckl statt Standardfiguren

Eine Gruppe von Radfahrern mit Helmen fährt an der Brandenburgertor in Berlin vorbei, einer hält ein gelbes Schild, mit Laternenmasten, Verkehrszeichen, Gebäuden, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Wenn es grün ist, hoppeln Sie weiter - spezielle Verkehrslampen-Motive im Aufwind - Bayerns Ampeln zeigen jetzt Tracht, Hasen und Pumuckl statt Standardfiguren

Fußgängerampeln in Bayern erhalten kulturelles Update

In ganz Bayern bekommen Fußgängerampeln ein kulturelles Facelift. Städte wie Hof, Nürnberg und Augsburg haben die standardisierten Ampelfiguren durch lokale Symbole ersetzt und verbinden so Tradition mit alltäglicher Infrastruktur. Die Maßnahme kommt bei den Einwohnern gut an, auch wenn Sicherheitsbedenken anfangs einige Entwürfe verzögerten.

Der Trend begann mit kleinen, aber auffälligen Änderungen. In Dachau zeigen die Ampeln nun Figuren in traditioneller bayerischer Tracht – die Stencils und Gestaltungsarbeiten kosteten gerade einmal 300 Euro. Straubing führte den Bruder Straubinger ein, ein lokales Maskottchen, während München drei Figuren des beliebten Kinderbuchcharakters Pumuckl installierte.

Nürnberg ging einen anderen Weg und entschied sich für Albrecht Dürers "Feldhase", der nun bei Grün über die Straße hüpft. Die Stadt erhielt Anfang 2026 die offizielle Genehmigung für das Design, ohne dass die Behörden strenge Kriterien vorgaben. In Deggendorf hingegen wirft eine Ampelfigur Knödel – eine verspielter Akzent an den Fußgängerüberwegen.

Hof stieß zunächst auf Widerstand, als es den Wärschtlamo vorschlug – einen Würstchenverkäufer und lokales Symbol. Das bayerische Innenministerium äußerte Bedenken hinsichtlich der Verkehrssicherheit und bevorzugte klare, standardisierte Darstellungen. Nach einer Prüfung erhielt die Stadt jedoch grünes Licht und reiht sich damit in die Bewegung für kulturelle Eigenständigkeit ein. Auch Augsburgs Kasperl-Figur in der Nähe des Theaters benötigte eine Sondergenehmigung der Regierung von Schwaben, bevor sie installiert werden durfte.

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Das bayerische Innenministerium betont zwar, dass standardisierte Ampeln am sichersten seien, doch die Kommunen behalten einen gewissen Spielraum. Diese Balance ermöglicht es den Städten, kreativ zu werden – vorausgesetzt, die Entwürfe bleiben verständlich und funktional.

Die Umstellung auf thematische Ampeln spiegelt ein breiteres Bestreben wider, lokale Identität zu feiern. Die Bewohner begrüßen die Veränderungen, und die Städte erkunden weiterhin neue Designs innerhalb der Sicherheitsvorgaben. Fürs Erste werden Bayerns Straßen ein Stück bunter – eine Ampel nach der anderen.

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