Apothekenreform im Streit: Bayerns CSU fordert Nachbesserungen trotz CDU-Blockade
Apothekenreform im Streit: Bayerns CSU fordert Nachbesserungen trotz CDU-Blockade
Streit um Apothekenreform spitzt sich zu – Arzneimittelknappheit und Winter verschärfen Druck
Mit dem nahenden Winter und anhaltenden Arzneimittelengpässen verschärft sich der Streit um die geplante Apothekenreform. Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) fordert dringende Nachbesserungen am Entwurf der Bundesregierung. Unterdessen positioniert sich die Grünen-Partei klar gegen die Erstattung homöopathischer Behandlungen durch die Krankenkassen.
Das Bundeskabinett hatte die Apothekenreform (ApoVWG) zwar am 17. Dezember 2025 verabschiedet, doch die angekündigte Erhöhung der Apothekerhonorare blieb aus. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) begründete dies mit den angespannten Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), die keine Spielräume für eine Anhebung von 8,35 auf 9,50 Euro lasse. Die CDU setzt stattdessen auf höhere Zuzahlungen der Patienten und flexiblere Apothekenstrukturen – trotz Kritik von Apothekern und einigen Landesvertretern.
Bayerns CSU-Ministerin Judith Gerlach warnte, die Reform müsse nachgebessert werden, um die flächendeckende Grundversorgung durch Apotheken zu sichern. Besonders in Zeiten von Arzneimittelknappheit seien ihre rund um die Uhr verfügbaren Leistungen systemrelevant, so Gerlach. Parallel beschloss die Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen in Hannover, die Kostenübernahme für Homöopathie durch die Krankenkassen zu beenden – ein klares Signal für einen Politikwechsel. Angesichts des Winters raten Gesundheitsbehörden wie das Robert Koch-Institut Eltern bereits jetzt, sich mit wichtigen Medikamenten einzudecken. Gleichzeitig wurden die Krankenkassen beauftragt, mithilfe ihrer Fachkompetenz die Versorgung von Arbeitslosen sicherzustellen und den Zugang zu Behandlungen zu koordinieren.
Die Apothekenreform bleibt umstritten: Länder und Apotheker lehnen zentrale Punkte ab, während Arzneimittelengpässe und saisonale Gesundheitsrisiken das System zusätzlich belasten. Die Haltung der Grünen zur Homöopathie verändert die Leistungskataloge der Kassen, während diese weiterhin darauf achten, dass benachteiligte Gruppen Zugang zu notwendigen Therapien erhalten.
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