30 March 2026, 00:16

Apothekenreform 2026: Höhere Gebühren und mehr Digitalisierung geplant

Plakat mit der Aufschrift "Verringerung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Regierung" mit Text und Logo, wahrscheinlich zur Förderung der Politik zur Verringerung der Arzneimittelkosten.

Apothekenreform 2026: Höhere Gebühren und mehr Digitalisierung geplant

Deutschlands Apothekenbranche steht vor tiefgreifenden Veränderungen, denn die Bundesregierung bereitet eine Reform der bestehenden Vorschriften vor. Ein entsprechender Gesetzentwurf, das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVG), wird derzeit geprüft; zentrale Beratungen sind für den 4. März 2026 angesetzt. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat neue Regelungen noch für das Frühjahr angekündigt, doch die Verhandlungen mit den Koalitionspartnern haben bisher keine konkreten Änderungen hervorgebracht.

Kernpunkt der Reform ist die geplante Erhöhung der festen Apothekengebühr von 8,35 Euro auf 9,50 Euro pro Packung, wobei ländliche Apotheken bis zu 11 Euro erhalten sollen. Apotheker fordern diese Anpassung seit Langem – sie soll steigende Kosten decken und erweiterte Dienstleistungen wie Impfungen oder den Verkauf rezeptfreier Medikamente finanziell absichern. Zudem will Ministerin Warken verhindern, dass Drogerieketten vermehrt verschreibungspflichtige Arzneimittel anbieten, um die Versorgungssicherheit und Qualitätsstandards zu wahren.

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Ein weiteres drängendes Problem ist die Null-Retaxationsregelung, die Apotheker derzeit finanziellen Risiken aussetzt. Die Branche pocht außerdem auf mehr berufliche Eigenverantwortung, etwa durch Lese- und Schreibzugriff auf die elektronische Patientenakte (ePA), um Wechselwirkungen zu vermeiden. Digitalisierung und Rabattstrukturen bleiben ebenfalls zentrale Themen, doch konkrete gesetzliche Schritte stehen noch aus.

Die CDU-Abgeordnete Simone Borchardt betonte, ausländische Online-Apotheken und Versandhandelsdienste müssten vom Markt ferngehalten werden. Gleichzeitig ist die Rolle der Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) noch ungeklärt – Fachdiskussionen über ihre Vertretung laufen weiter. Der parlamentarische Prozess steckt noch in den Anfängen; bisher liegen keine offiziellen Änderungsanträge vor. Die Gespräche mit den Koalitionspartnern sollen in der kommenden Woche an Fahrt aufnehmen.

Die Reform wird maßgeblich prägen, wie Apotheken künftig arbeiten – von Gebühren und Dienstleistungen über digitalen Zugang bis hin zum Wettbewerb. Mit dem Start der Verhandlungen könnte die endgültige Fassung die finanzielle Stabilität und den beruflichen Handlungsspielraum der Branche neu definieren. Der Regierungsentwurf setzt den Rahmen, doch die entscheidenden Details hängen von den anstehenden politischen Kompromissen ab.

Quelle