Anna Stolz übernimmt KMK-Vorsitz – und setzt auf Leistung statt Chancengleichheit
Anna Stolz übernimmt KMK-Vorsitz – und setzt auf Leistung statt Chancengleichheit
Anna Stolz übernimmt an diesem Donnerstag den Vorsitz der Kultusministerkonferenz (KMK) in Deutschland. Ihre Ernennung markiert einen deutlichen Kurswechsel, da sie als erste Vertreterin der bayerischen Freien Wähler diese Position einnimmt. Stolz löst Simone Oldenburg ab, die während ihrer Amtszeit die Bildungsgerechtigkeit in den Vordergrund gestellt hatte.
Stolz’ Präsidentschaft folgt auf Oldenburgs Amtszeit, die 2025 nach der Führung von Christine Streichert-Clivot begonnen hatte. Während Oldenburg sich auf Chancengleichheit konzentrierte, will Stolz eine "gesunde und positive Leistungskultur" an Schulen fördern. Zudem plant sie, die digitale Bildung im gesamten Land zu stärken.
Ihr Ansatz stößt bereits auf sowohl Zustimmung als auch Kritik. Stefan Düll, Vorsitzender des Deutschen Lehrerverbands, unterstützt ihren Fokus auf Leistung und Ergebnisse. Die BundesSchülerKonferenz hingegen bleibt skeptisch und warnt, dass ihre Politik die psychische Gesundheit der Schüler vernachlässigen könnte. Die Organisation fordert stattdessen mehr Schulpsychologen und Präventionsprogramme. In Bayern hat Stolz bereits eine tägliche "halbe Stunde Bewegung" für Grundschulen eingeführt, um die körperliche Aktivität zu fördern. Allerdings bringt sie sich mit ihrer Haltung zu Schulliedern und unangekündigten Tests in Konflikt mit Ministerpräsident Markus Söder. Trotz dieser Differenzen deutet ihre Wahl auf einen Bruch mit der traditionellen Vorherrschaft der CSU in der bayerischen Bildungspolitik hin.
Stolz’ Präsidentschaft wird der KMK eine klarere Ausrichtung auf Leistung und digitale Bildung verleihen. Ihre Pläne dürften jedoch weiter diskutiert werden, insbesondere die Frage, wie sich schulische Leistungen mit dem Wohlbefinden der Schüler in Einklang bringen lassen. Der Führungswechsel spiegelt zudem die sich verändernden politischen Dynamiken im bayerischen Bildungssektor wider.
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