09 May 2026, 04:11

Alabali-Radovan warnt vor Abschiebedebatten: "Syrer brauchen Sicherheit, nicht Verunsicherung"

Gruppe von Menschen, die auf einem Schotterweg gehen, einige tragen Taschen, einer sitzt in einer von einem Pferd gezogenen Karre, begleitet von einem Hund, an Häusern vorbei unter einem klaren Himmel; Text unten lautet "Deutsche Flüchtlinge in Deutschland."

Alabali-Radovan warnt vor Abschiebedebatten: "Syrer brauchen Sicherheit, nicht Verunsicherung"

Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan kritisiert Debatten über Abschiebungen von Syrern

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Die deutsche Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan hat die anhaltenden Diskussionen über die Abschiebung von Syrern scharf kritisiert. Solche Debatten schüfen unnötige Verunsicherung bei den Betroffenen, warnte sie. Ihre Äußerungen fielen im Rahmen der Veranstaltung „Neuer Aufbruch für Syrien“ in Berlin.

Alabali-Radovan zeigte sich frustriert über den Fokus auf Zwangsrückführungen. Stattdessen betonte sie die langjährigen Beiträge syrischer Gemeinschaften zum Wiederaufbau ihrer Heimat. Viele Teilnehmer der Veranstaltung hoben ihre engen Verbindungen sowohl zu Syrien als auch zur deutschen Gesellschaft hervor.

Die Ministerin kündigte zudem Pläne an, die deutsche Entwicklungszusammenarbeit auszubauen. Künftig sollen Expertise und lokales Wissen der syrischen Diaspora stärker in Projekte einbezogen werden. Dieses Vorgehen zielt darauf ab, ihre Fähigkeiten und Ortskenntnisse gezielt für den Wiederaufbau zu nutzen.

Die Konferenzteilnehmer leben seit Jahren in Deutschland und engagieren sich gleichzeitig für den Wiederaufbau in Syrien. Ihr Einsatz belege, so die Ministerin, ihr Engagement für beide Länder. Sie forderte, ihre Integration in die deutsche Gesellschaft anzuerkennen – statt sie infrage zu stellen.

Die Veranstaltung unterstrich die anhaltende Rolle syrischer Gemeinschaften beim Wiederaufbau. Alabali-Radovans Vorschläge zielen darauf ab, ihre Beteiligung an deutschen Initiativen institutionell zu verankern. Die Debatte über Abschiebungen bleibt indes ungelöst – und lässt viele in einer unsicheren Lage zurück.

Quelle