Aiwanger plant 600 neue Windräder – doch die 10H-Regel bremst Bayern aus
Anton HofmannAiwanger plant 600 neue Windräder – doch die 10H-Regel bremst Bayern aus
Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger hat Pläne zum Ausbau der Windenergie im Freistaat vorgestellt. Sein Ziel: In den nächsten zehn Jahren sollen mindestens 600 neue Windräder entstehen – und damit die aktuelle Kapazität von 1.138 Anlagen verdoppelt werden.
Aiwanger setzt dabei vor allem auf den Bau von Windkraftanlagen in Wäldern. Diese verursachten seiner Ansicht nach weniger Konflikte und erforderten nur minimale Rodungen. Um dies zu ermöglichen, müssten ausgewiesene Vorranggebiete von der bayerischen 10H-Regel ausgenommen werden, die vorsieht, dass Windräder mindestens das Zehnfache ihrer Höhe von Wohngebieten entfernt stehen müssen.
Eine pauschale Freigabe von zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft lehnte der Minister als unrealistisch ab. Stattdessen betonte er die Bedeutung der lokalen Akzeptanz in der Bevölkerung, um den Ausbau voranzutreiben. Aiwanger forderte die Bundesregierung auf, die Gesamtenergiebilanz Bayerns zu berücksichtigen und die bayerischen Förderprogramme für erneuerbare Energien zu übernehmen.
Noch in dieser Woche – genauer am kommenden Donnerstag – stimmt der Landtag über einen Antrag der SPD ab, die 10H-Regelung abzuschaffen. Eine Abschaffung könnte die geplanten Ausbauziele deutlich beschleunigen.
Sollten die Vorhaben umgesetzt werden, würde sich die Windkraftkapazität in Bayern spürbar erhöhen. Die neuen Anlagen würden dann zu den bundesweit rund 28.000 Windrädern beitragen. Über den weiteren Verlauf der Pläne entscheidet maßgeblich das Ergebnis der Abstimmung zur 10H-Regel.






