Aigner fordert echte Chancen für die nächste Bundespräsidentin – keine Alibi-Kandidatinnen mehr
Aigner: Frau muss echte Chancen bei Präsidentschaftswahl haben - Aigner fordert echte Chancen für die nächste Bundespräsidentin – keine Alibi-Kandidatinnen mehr
Ilse Aigner, eine prägende Persönlichkeit der deutschen Politik, hat gefordert, eine Frau als nächste Bundespräsidentin vorzuschlagen – allerdings nur dann, wenn sie reale Siegchancen hat. Sie warnte davor, Frauen lediglich als Alibi-Kandidatinnen aufzustellen, da solche symbolischen Gesten der politischen Repräsentation von Frauen eher schadeten als nützten.
Aigner kritisierte frühere Wahlen, bei denen Frauen nominiert wurden, obwohl ihre Aussichten auf einen Sieg von vornherein gering waren. Als Beispiele nannte sie Gesine Schwan und Dagmar Schipanski, die bei vergangenen Wahlen antraten, aber aufgrund politischer Machtverhältnisse kaum eine Chance hatten. Solche Nominierungen hätten laut Aigner nicht zur Gleichberechtigung beigetragen, sondern vielmehr den Eindruck verstärkt, Frauen würden nur pro forma berücksichtigt.
Sie betonte, dass eine glaubwürdige Kandidatin über echte Unterstützung in der Bundesversammlung verfügen müsse. Gleichzeitig lehnte Aigner es ab, mögliche Anwärterinnen für die Wahl 2027 zu nennen – aus Respekt vor dem amtierenden Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Ihre Äußerungen fallen in eine Phase, in der erste Diskussionen über die künftige Führung des Staates beginnen, obwohl noch keine offiziellen Nominierungen vorliegen.
Aigners Aussagen unterstreichen die anhaltende Debatte über die Geschlechtergerechtigkeit im höchsten Staatsamt Deutschlands. Bisher wurden zwar mindestens drei Frauen nominiert, doch keine von ihnen gewählt. Ihre Position deutet darauf hin, dass zukünftige Kandidatinnen nur dann eine echte Chance haben, wenn sie durch ernsthaftes politisches Engagement unterstützt werden. Die nächste Bundespräsidentenwahl steht erst 2027 an – den Parteien bleibt damit Zeit, ihre Strategie zu überdenken.
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