25 April 2026, 08:13

Abschied vom historischen Zollgebäude in Furth im Wald nach 91 Jahren Dienst

Schwarzes historisches Zeichnung eines Zollhauses in Wellington, Neuseeland, mit ein paar Menschen davor, einem Zaun auf der rechten Seite, Wolken am Himmel und Text unten.

Abschied vom historischen Zollgebäude in Furth im Wald nach 91 Jahren Dienst

Historisches Zollgebäude in Furth im Wald nach 91 Jahren offiziell geschlossen

Nach 91 Jahren Dienst hat das historische Zollgebäude in Furth im Wald seine Türen für immer geschlossen. Hohe Mietkosten zwangen zur Schließung und beendeten damit eine Ära für den langjährigen Grenzposten. Eine Abschiedsfeier am 7. April markierte das definitive Ende der Einrichtung.

Das Zollgebäude war 1934 am Grenzübergang Furth im Wald in Betrieb genommen worden. Seine Bedeutung nahm ab, nachdem die Tschechische Republik 2004 der EU beigetreten war und strenge Grenzkontrollen entfielen. Dennoch blieb die Stelle bis zum 1. April 2025 in Betrieb.

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Mit dem Gebäude verbindet sich eine tragische Erinnerung: Am 14. Oktober 1972 wurde der Zollobersekretär Anton Kreim während seines Dienstes tödlich angeschossen. Sein Tod hinterließ bei den Mitarbeitern und der Bevölkerung tiefe Spuren.

René Matschke, Leiter des Zollamts Regensburg, nahm persönlich zum letzten Mal das Zollschild ab. Das Schild wird künftig im Stadtarchiv von Furth im Wald aufbewahrt. Die Zollbeamten bleiben indes in der Stadt – sie wechseln in das gegenüberliegende Zollgebäude.

Durch die Schließung und eine weitere Sparmaßnahme im Landkreis sollen fast 500.000 Euro eingespart werden.

Damit endet eine lange Tradition am Grenzübergang Furth im Wald. Die Mitarbeiter werden zwar in der Nähe weiterarbeiten, doch das historische Gebäude wird seinen ursprünglichen Zweck nicht mehr erfüllen. Die eingesparten Mittel kommen nun dem Haushalt der Zollbehörde zugute.

Quelle