08 June 2026, 06:09

600 Jahre bayerische Tradition: Feldgeschworene erhalten Denkmal für ihr Ehrenamt

600 Jahre Siebener: Langenzenn feiert eine besondere Ehrenrolle

600 Jahre bayerische Tradition: Feldgeschworene erhalten Denkmal für ihr Ehrenamt

Ein 600 Jahre altes bayerisches Brauchtum wurde in Horbach mit einem neuen Denkmal gewürdigt: die Feldgeschworenen – ein historisches Ehrenamt – wurden für ihren jahrhundertelangen Einsatz bei der Sicherung von Grundstücksgrenzen geehrt. Bei der Feier stand auch die wachsende Beteiligung von Frauen in diesem uralten Amt im Mittelpunkt.

Die Tradition der Feldgeschworenen in Langenzenn geht bis ins Jahr 1426 zurück und gilt damit als das älteste kommunale Ehrenamt Bayerns. Die auf Lebenszeit berufenen Amtsinhaber sind für die Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen zuständig und unterstützen die Vermessungsbehörden. Ihre Arbeit trägt maßgeblich zur Klarheit des Grundbesitzes in der Region bei.

Heute gibt es in Bayern rund 25.000 Feldgeschworene, viele davon in Franken. Offizielle Anerkennung erfuhr das Amt 2016, als es in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Deutschland aufgenommen wurde.

Anlässlich des 600-jährigen Jubiläums wurde in Horbach kürzlich ein Denkmal aus Granit enthüllt. Bei der Zeremonie wurden drei Frauen für ihr Engagement geehrt: Jutta Massl aus Großhabersdorf, Heidi Stinzendörfer und Madeleine Espach. Ihre Mitwirkung zeigt, wie sich das einst rein männlich geprägte Amt wandelt.

Vertreter aus Politik, Kommunalverwaltung, Landwirtschaft und Vermessungsbehörden nahmen an der Veranstaltung teil – ein Zeichen für die anhaltende Bedeutung der Feldgeschworenen in der modernen Bodenordnung.

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Das neue Denkmal steht als bleibende Erinnerung an sechs Jahrhunderte ehrenamtlichen Einsatzes. Mit der zunehmenden Beteiligung von Frauen entwickelt sich die Tradition weiter, ohne ihren ursprünglichen Zweck zu verlieren. Die Feldgeschworenen bleiben ein unverzichtbarer Bestandteil des ländlichen und administrativen Lebens in Bayern.

Quelle