15. Inklusionsforum diskutiert Schutzlücken für geflüchtete Menschen mit Behinderung
Anton Hofmann15. Inklusionsforum diskutiert Schutzlücken für geflüchtete Menschen mit Behinderung
15. Inklusionsforum: Flucht. Migration. Behinderung
Diese Woche fand im Landratsamt Regensburg das 15. Inklusionsforum unter dem Titel Flucht. Migration. Behinderung statt. Rund 35 Fachkräfte aus Beratungsstellen, Jobcentern und der öffentlichen Verwaltung kamen zusammen, um zentrale Herausforderungen von geflüchteten und migrierten Menschen mit Behinderungen zu erörtern. Im Mittelpunkt standen praktische Hilfsangebote, politische Weichenstellungen sowie die Schwierigkeiten bei der Integration besonders schutzbedürftiger Gruppen in die Gesellschaft.
Landrätin Tanja Schweiger eröffnete die Veranstaltung mit einem Appell an die Bedeutung starker lokaler Netzwerke. Sie betonte, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Behörden und Organisationen entscheidend sei, um die Unterstützung vor Ort nachhaltig zu verbessern.
In den Diskussionen wurden mehrere zentrale Themen behandelt, darunter der Zugang zum Arbeitsmarkt, Sprachbarrieren und die geplante EU-GEAS-Reform. Diese zielt darauf ab, Asylverfahren durch verpflichtende Registrierung und beschleunigte Bearbeitung an den EU-Außengrenzen zu vereinheitlichen. Die Teilnehmer:innen setzten sich zudem mit den spezifischen Hürden auseinander, vor denen geflüchtete Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen stehen – wobei das Forum einen Mangel an konkreten politischen Handlungsempfehlungen für diese Gruppen feststellte.
Die Anwesenden tauschten sich über Erfahrungen und mögliche Lösungsansätze für eine bessere Teilhabe aus. Die Gespräche sollten die Lücken zwischen bestehenden Angeboten und den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund schließen, um sicherzustellen, dass sie während und nach dem Asylverfahren angemessene Unterstützung erhalten.
Das Forum endete mit einem klareren Bild der aktuellen Versorgungsdefizite für geflüchtete Menschen mit Behinderungen. Zwar setzt die GEAS-Reform EU-weite Standards für Asylverfahren, doch bleiben Fragen zu den Auswirkungen auf besonders schutzbedürftige Personen offen. Lokale Behörden und Unterstützungseinrichtungen in Regensburg und darüber hinaus verfügen nun über eine solidere Grundlage, um gezielte Maßnahmen zu entwickeln.






